WIDG - Bildbearbeitung

Wie nach jedem Fotoshooting, ist die Arbeit für einen Fotografen nach dem Einsatz noch lange nicht erledigt. Nun heißt es, nach Hause fahren, die Bilder sichern, alle Bilder durchsehen, die besten Aufnahmen auswählen und bearbeiten. In unserer Serie "Wie ist das genau?" erklären wir euch, was es mit der Bildbearbeitung auf sich hat.
19 August 2024

Gerade bei Sternenkindaufnahmen, bei denen Hautverfärbungen-/Ablösungen, Klemmen, Schläuche oder auch Fehlbildungen das ästhetische Gesamtbild beeinflussen können, achten wir Fotografen schon bei der Aufnahme, auf eine bestmögliche Positionierung des Kindes sowie auf einen günstigen Kamerawinkel sowie Ausschnitt.

Es macht einen gravierenden Unterschied in der Bildwirkung, ob ein Kind schutzlos auf einem sterilen Krankenhaus-Bett auf dem Rücken liegend und von oben fotografier wird, oder ob es behutsam zur Seite positioniert und mit angewinkelten Beinen in ein weiches Körbchen gebettet wird. Eingehüllt in ein zartes Tuch, die Hände gefaltet, womöglich mit einem persönlichen Gegenstand oder von den starken Händen der Eltern gehalten, wirkt so ein kleines, zerbrechliches Wesen durch diese einfachen Mittel nahezu friedlich.

Bei früh geborenen Sternchen ist die Haut noch sehr dünn und glänzend. Wir versuchen Spiegelungen durch hartes Licht zu vermeiden und nutzen vorzugsweise weiches Tageslicht. Abhängig vom individuellen Stil des Fotografen kommen auch Accessoires zum Einsatz. Dazu verwenden wir bspw. kleine Körbe aus natürlichen Materialien, zarte Decken und Mützchen (die u.a. der Verein „Vorarlberger Herzenssache“ in liebevoller Handarbeit herstellt) oder auch (Kunst)Blumen.

Eingehüllt in ein zartes Tuch, die Hände gefaltet, womöglich mit einem persönlichen Gegenstand oder von den starken Händen der Eltern gehalten, wirkt so ein kleines, zerbrechliches Wesen durch diese einfachen Mittel nahezu friedlich.
Bildbearbeitung

Bei der Bildbearbeitungen korrigieren wir mitunter nochmal die Helligkeit oder passen den Ausschnitt sowie die Farbe an. Insbesondere rote oder blaue Hautstellen versuchen wir etwas auszugleichen. Auch kleine Flecken auf dem Untergrund, können mithilfe der Bildbearbeitung rasch entfernt werden.

Im Anschluss an die Bildbearbeitung, wählen wir nochmals mit großer Sorgfalt aus, welche der bearbeiteten Bilder entwickelt und den Eltern zusammen mit unserer Erinnerungsbox als Fotodrucke übermittelt werden. Unser Ziel ist es, ästhetische Erinnerungsaufnahmen zu schaffen und Eltern damit etwas Trost zu spenden. Dazu nutzen wir insbesondere Detailaufnahmen von Händen und Füßen oder Aufnahmen, bei denen intime oder verletzte Stellen bedeckt sind oder unscharf dargestellt werden.

Um den Eltern dennoch einen möglichst vollständigen Gesamteindruck an ihr verstorbenes Kind zu vermitteln, fotografieren wir aber auch bewusst Fehlbildungen (sofern vorhanden). Wir sind uns im Klaren darüber, dass dieser Anblick besonders schmerzlich sein kann, deswegen werden diese Aufnahmen auch nicht ausbelichtet, sondern den Eltern lediglich in elektronischer Form übermittelt. Dadurch können sie selbst entscheiden, ob sie auch diese Bilder sehen und entwickeln lassen möchten, oder nicht.

Die Ausarbeitung der Bilder übernehmen für uns zwei Fotolabore unseres Vertrauens. Die Bilder können vom Fotografen direkt abgeholt oder per Post übermittelt werden. Anschließend befüllt der Fotograf unsere Erinnerungsbox mit Informationsschreiben, Broschüren, einem USB-Stick, einem handgefertigten Keramikstern sowie mit den Fotodrucken und schickt sie anschließend den Eltern per Post zu.

Wir bemühen uns stets um eine rasche Fotobearbeitung, da wir wissen, wie sehnsüchtig viele Eltern unser Paket erwarten. Wir freuen uns, Eltern damit eine wertvolle Erinnerung und etwas Trost schenken zu können.

Abhängig vom individuellen Stil des Fotografen kommen auch Accessoires zum Einsatz. Dazu verwenden wir bspw. kleine Körbe aus natürlichen Materialien, zarte Decken und Mützchen (die u.a. der Verein „Vorarlberger Herzenssache“ in liebevoller Handarbeit herstellt) oder auch (Kunst)Blumen.